Problemhunde-Training
Oft werden wir gefragt:
"Was ist denn ein problem- oder verhaltensauffälliger Hund?"
In erster Linie ist hierzu zu sagen, dass jeder Hund, der aufgrund seines Verhaltens ein Zusammenleben mit dem Besitzer nur unter schwierigen Bedingungen möglich macht, eine Art von Problemhund ist.
Hierzu einige Beispiele:
- Hunde, die dazu neigen, Ressourcen (Besitzer, Futter, Spielzeug, Sofa, Territorium usw.) aggressiv zu verteidigen
- Hunde, die eine unbegründete Aggression gegenüber Artgenossen (oder anderes) aufzeigen. Hierzu gehört auch die Leinenaggression.
- Hunde, die einen besonders stark ausgeprägten Jagdinstinkt haben. (Wild, Autos, Jogger, Fahräder usw.)
- Hunde, die aus Unsicherheit dazu neigen, aggressiv zu handeln.
- Hunde, die stark unsicheres oder ängstliches Verhalten zeigen und zu Panik oder Fluchtverhalten neigen.
- usw.
All dies, sind Verhaltensweisen, die einen Hund zu einem Problem für seinen Besitzer bzw. für seine Umwelt machen können. Aus Erfahrung heraus wissen wir, dass Hunde, die zu aggressivem Verhalten neigen, irgendwann anfangen zu beißen. Wen auch immer!
Etwas anders ist es bei den Hunden mit unsicherem/ängstlichem Verhalten oder mit ausgeprägtem Jagdinstinkt. Diese Hunde sind unter Umständen aufgrund ihrer Nicht-mehr-Kontrollierbarkeit ein Gefahrenpotential. Denken Sie an den Hund, der beim Verfolgen der Beute zum Beispiel auf eine Straße gelangt und nicht nur sich, sondern andere Verkehrsteilnehmer gefährdet. Oder der Hund, der aus Panik unkontrollierte Handlungen zeigt.
Halter schwieriger Hunde werden nach einer Anamnese und einem nachfolgenden Verhaltenstest individuell und intensiv mit den Besonderheiten des bestehenden Verhaltsproblems vertraut gemacht.
Mit einem speziell auf das Problem des Hundes ausgerichtetem Verhaltenstraining erfolgen im weiteren Verlauf Modelle zur Problem- bzw. Konfliktlösung.